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aus dem Leben eines angehenden Lehrers
 

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Lebenszeichen

Man könnte denken, ich schreibe deshalb so wenig, weil ich so wenig Zeit habe. Und irgendwie stimmt das auch. Das Referendariat ist schon zeitaufwändig. Und es braucht so seine Zeit, bis man sich an die Strukturen des Referendariats gewöhnt hat. Da sind die Seminare, die in Lüneburg immer dienstags und mittwochs stattfinden und oft bis 17.30 gehen, da ist die Schule mit ihren Klassen, den Kindern, den Eltern, dem Kollegium, da ist die Stundenvorbereitung, die irgendwo dazwischen passen muss - das alles bedarf erstmal ein wenig Orientierung.

Aber jetzt bin ich wohl einigermaßen angekommen. Ich kenne die Klassen schon ein wenig besser, weiß, auf wen man besonders aufpassen muss und wie man sich wehrt. Täglich macht man Erfahrungen, was funktioniert und was nicht und durch Kollegen und Seminar erweitert sich das Methodenrepertoir. Zwei Unterrichtsbesuche sind auch schon überstanden, einer davon in Mathematik. Und die Reflexionen im Anschluss sind immer sehr hilfreich.

Eine Anmerkung am Ende: Ich habe Referendare, die mir erzählt haben, man sei im Referendariat ständig krank, immer etwas belächelt. Nun kämpfe ich seit Wochen mit einem hartnäckigen Schnupfen. Ich weiß nicht, ob man sich in der Schule schneller ansteckt oder ob man einfach nicht die Zeit hat, solche Dinge auszukurieren. Ich freue mich jedenfalls auf die Ferien.

11.3.10 11:24

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