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aus dem Leben eines angehenden Lehrers
 

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Experiment Ich

So, nach längerer Zeit mal ein Nachtrag. Das Referendariat ist phasenweise schon sehr anstrengend. Doch es gibt auch immer wieder ruhigere Phasen. Und wenn man ein gewisses Organisationstalent hat, kann man ganz schlimme Phasen umgehen - zumindest bis jetzt.

Fast zehn Monate sind num rum und ich kann sagen, dass ich viel über mich gelernt habe. Das Referendariat ist eine Zeit, in der man Unmengen an Anregungen erhält. Anregungen, wie man welche Inhalte umsetzen kann ... Anregungen, wie man sich als Lehrer verhält ... Anregungen, wie man mit schwierigen Schülern umgeht ... man probiert sich also aus. Und man überschreitet auch manchmal persönliche Grenzen. Wer hätte gedacht, dass ich mal mit einer vierten Klasse singe oder tanze? Oder dass ich zum Geschichtenerzähler werde? Und vielleicht werde ich auch noch zum Puppenspieler ...

Was meinen persönlichen Fortschritt betrifft, habe ich die Vielzahl der Besuche jetzt hinter mir. Die meisten waren in Ordnung. Ausreißer gab es nach oben und nach unten. Die Rückmeldungen, die ich von den Seminarleitern erhalte, sind aber zuletzt sehr positiv gewesen. Das macht Mut für die nächsten Gespräche zum Ausbildungsstand. Ach, ich führe übrigens gerade die Einheit für meine zweite Examensarbeit durch. Diese muss dann über Weihnachten fertiggestellt werden. Ich habe mich natürlich für ein mathematisches Thema entschieden, frei nach dem Motto: Wer 300 Seiten schreiben kann, schafft auch 30. Soweit von der Grundschulfront ...

1 Kommentar 23.11.10 16:11, kommentieren

ETE

Vor einigen Jahren bekam ich einen Rohrstock zum Geburtstag. An diesem hing ein Zettel, auf dem Stand: Essential Teacher Equipment (ETE) Part 1. Ein Rohrstock für die Schule? Das machte Sinn. Nun, meine pädagogischen Ansichten haben sich etwas geändert. Deshalb hier die inoffizielle Fortsetzung, also das ETE Part 2:

Was jeder Lehrer braucht, ist ein roter Stift ... aber auch ein grüner. Außerdem braucht man ein Heft oder ein Blatt, auf dem man fehlende Hausaufgaben, freche Kinder und so notiert. Einfach nur um es zu notieren. Das reicht oft schon. Außerdem braucht man eine exakt gehende Uhr, weil die Uhren in den Klassenräumen alle unterschiedlich gehen. Ein Klangstab oder ein anderes Instrument ist auch sehr hilfreich um akustische Signale zu geben, bspw. um Arbeitsphasen zu beenden. Ach, und dann sollte sich jeder ein paar Piktogramme ausdenken (Sitzkreis, Einzel- und Partnerarbeit, ...). Ganz wichtig sind auch Stempel zur Belohnung. Für schwierige Klassen sollte man sich noch ein Belohnungssystem einfallen lassen. Ich verwende die Stundenblume, die vier Blüten hat und immer eine verliert, wenn es zu laut wird. Oh, was man noch braucht, sind Ablagekästen oder Körbe für Arbeitsblätter, Bleistifte, Scheren und Klebstoff. Hierfür empfiehlt sich ein einfacher Werkzeugkoffer aus dem Baumarkt. Für unter € 20,00 hat man dann seinen eigenen Mediankoffer. Und Sanduhren sind prima um die Arbeitsphasen visuell zu begrenzen. Soweit Part 2.

2 Kommentare 23.11.10 16:58, kommentieren