tootles

aus dem Leben eines angehenden Lehrers
 

Letztes Feedback

Meta





 

Archiv

Tootles

Der Erste, der vorbeikommt, ist Tootles. Er ist zwar genauso mutig wie die anderen, aber er ist der Pechvogel der ganzen Bande. Er hat weniger Abenteuer erlebt als sie alle, weil die wichtigen Sachen immer dann passieren, wenn er gerade nicht da ist. [...] Das Pech hat ihm einen leicht melancholischen Ausdruck verliehen, aber es hat ihn nicht bitter gemacht, sondern milde. Lieber armer Toodles, Gefahr liegt heute in der Luft. Pass auf, sonst könnte es ein Abenteuer geben, das dich ins tiefste Unglück stürzt.

Diese einleitende Passage stammt aus dem Meisterwerk Peter Pan von Sir James Matthew Barrie. Als einer der verlorenenen Jungen (neben Nibs und Curly) eher eine Randfigur, soll Tootles als Namensgeber für diese Seite herhalten - nicht, weil ich Randfiguren mag. Tootles entschied sich gegen Peter Pan und gegen Nimmerland um erwachsen zu werden und den ehrbaren Beruf eines Richters auszuüben. Barrie schreibt abschließend: Und der Richter da mit der Perücke, der zur Eisentür herauskommt, das war einmal Tootles. Damit macht Barrie den Bruch deutlich, den Übergang vom Kindsein zum Erwachsenwerden. Ein Motiv, das auch Antoine de Saint-Exupéry aufgreift, wenn er abfällig von den großen Leuten spricht.

Doch was hat all dies mit dieser Seite zu tun? Nun, zum einen befindet sich auch mein Leben im Wandel. Zwar bin ich schon etwas länger erwachsen, doch neigt sich meine Zeit an der Universität dem Ende entgegen. Am 1. August habe ich mich für einen Referendariatsplatz beworben und nun warte ich gespannt auf eine Antwort. Zum anderen habe ich jetzt und in Zukunft noch mehr mit vielen kleinen Menschen zu tun, die erst noch erwachsen werden wollen. Mein Gefühl sagt mir, dass ich viele Erfahrungen sammeln werde, gute und schlechte, die es wert sind, hier festgehalten zu werden. Möglicherweise können so Studierende, die kurz vor dem Referendariat oder vor der Promotion stehen und so einen ähnlichen Weg gehen, von diesen Erfahrungen profitieren.

Aber natürlich ist diese Seite, wie jeder weblog, auch ein Stück weit Ausdruck meiner selbst. Solltet Ihr Euch in meinen Beiträgen nicht wiederfinden, einer anderen Meinung sein oder habt Ihr etwas beizutragen, so kommentiert doch bitte meine Beiträge. Auf diese Weise profitiere ich auch von Euren Gedanken.

1 Kommentar 22.9.09 01:16, kommentieren

Adieu Sachunterricht

Fast zwei Monate nach meiner Bewerbung für das Referendariat habe ich heute eine e-Mail vom Niedersächsischen Kultusministerium erhalten, in der mir mitgeteilt wurde, dass ich nur in zwei Fächern ausgebildet werde. Die Bachelorstudierenden werden sich vielleicht fragen, warum diese Nachricht einen Eintrag auf dieser Seite wert ist. Nun, ich gehöre noch zu den Auslaufmodellen (Staatsexamen), die drei Fächer studiert haben: Mathematik, Sachunterricht und Englisch. Der Überschrift ist zu entnehmen, in welchen Fächern ich (aus strategischen Gründen) ausgebildet werden möchte. Ich bin gespannt, was sich noch alles ändert.

1 Kommentar 22.9.09 17:50, kommentieren